Matthäus

 
     

Photo Matthäus-QuartierDas Wohnviertel Matthäus hat seinen Namen von der gleichnamigen Kirche erhalten, die sich mitten im Quartier befindet. Das Viertel wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert ausserhalb der ehemaligen Stadtmauern erbaut und grenzt direkt an die Kleinbasler Altstadt. Es zieht sich nordwärts dem Rhein entlang, auf seiner Ostseite wird es vom Riehenring, auf seiner Nordseite von der Horburgstrasse begrenzt. Bis 1870 konzentrierten sich die wenigen Häuser in der Gegend des späteren Matthäus-Quartiers entlang der beiden Ausfallachsen, der Klybeck- und der Hammerstrasse. Die erstgenannte führte in das kleine Fischerdorf Kleinhüningen, letztere über die Landesgrenze in die deutsche Nachbargemeinde Weil am Rhein. Bis zum Einsetzen der Bautätigkeit wurde das Gebiet hauptsächlich als Weide- und Ackerland und für private Gärten genutzt.

Die Originalbebauung zeichnet sich daduch aus, dass es neben reinen Wohnhäusern auch sehr viele mit Ladenlokalen oder mit Restaurants gibt. Hinzu kommen zahlreiche Werkstätten, die sich oft in den Hinterhöfen befanden und befinden. Der Charakter eines Wohn- und Gewerbeviertels hat sich im Matthäus-Quartier denn auch bis heute erhalten. Ebenfalls erhalten hat sich die dürftige Ausstattung mit Frei- und Grünflächen. Bei der Überbauung sparte man nämlich nur gerade etwas Platz rund um die Matthäuskirche sowie die Dreirosenanlage an der Nordgrenze des Viertels aus.