Lällekönig und mehr

 
     

Der König mit der langen Zunge
Am Grossbasler Rheintor der Mittleren Brücke befand sich einst der Lällekönig. Der aus Kupferblech getriebene Kopf konnte dank eines im Inneren angebrachten Uhrwerks die Augen verdrehen und den Kleinbaslern die Zunge (Lälli) herausstrecken. Heute befindet sich das Original im Historischen Museum, eine Kopie schmückt den Eingang des Churrasco-Restaurants beim Grossbasler Brückenkopf.

Die Kapelle gegen Zahnweh
1478 errichtete man auf der Mittleren Brücke aus rotem Sandstein eine Kapelle, die von den Baslern Käppelijoch genannt wird. Im 16. Jahrhundert wurden hier Frauen, die wegen Zauberei oder Ehebruch angeklagt waren, geschwemmt, also mit gefesselten Händen und Füssen in den Rhein geworfen. Im Volksmund hiess es zudem, dass, wer dreimal ums Käppelijoch gehe, sein Zahnweh los werde.

Vom Zauberstab zum Baselstab
Um das Jahr 1000 erscheint der Baselstab als Hoheitszeichen der Bischöfe von Basel und um die Mitte des 14. Jahrhunderts hat das Stadtwappen seine gültige Form gefunden. Im Historischen Museum ist festgehalten, dass der Krummstab als Nachbildung des Moses-stabes gilt. Und Moses hat gemäss dem Alten Testament mit seinem Stab Wunder gewirkt. Gewisse Stimmen sprachen daher dem Baselstab sogar zauberische Kräfte zu.

Der Eier legende Hahn
Im Jahr 1474 verdichtete sich das Gerücht, dass ein Hahn ein Ei gelegt hatte! Er wurde für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Am 4. August wurde das Urteil vollstreckt und der Hahn auf dem Kohlenberg in Gegenwart einer gaffenden Menge ins Feuer geworfen. Auch das Ei wurde feierlich verbrannt.