Am Ring

 
      Am Ring Wie ein Brückenbogen verbindet das heutige Wohnquartier 'Am Ring' die beiden Quartiere St. Alban und St. Johann und die beiden Schweizer Bahnhöfe Basels. Die westliche Quartiergrenze verläuft entlang der ehemaligen äussersten Stadtmauer im westlichen Bereich der Altstadt vom ehemaligen Steinentor über das Spalentor (dem Basler Wahrzeichen) bis zum St. Johann-Tor. Im Osten lässt sich die Grenze anhand der Strassennamen wie Steinenring, Spalenring und St. Johanns-Ring deutlich erkennen.
Weitere interessante Infos zum Quartier gibt es hier.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden, bedingt durch das rasante Bevölkerungswachstum in der Stadt, neue Quartiere. Das Ring-Quartier entwickelte sich zu einer Wohngegend des bürgerlichen Mittelstandes, welche der Enge der Altstadt entfliehen wollte.

Der grösste Teil der Bebauung erfolgte Ende des 19. Jh. in der Phase der ersten Stadterweiterung, nachdem die Stadtmauern niedergerissen worden waren. Diese Häuser gehören heute zu den gesuchteren Wohnlagen der Stadt, da sie neben einem guten Wohnumfeld gleichzeitig eine zentrale Lage bieten. Ein typisches Beispiel aus dieser Zeit ist das Basler Missionshaus, dessen Garten noch heute zu den umfangreichsten privaten Gartenanlagen der Stadt gehört.

An der äusseren Grenze des Quartiers sind Anfang des 20. Jh. bis in die heutigen Tage immer wieder markante Bauten entstanden.
Die Markthalle, welche 1928/29 gebaut wurde, und in der bis heute täglich vor allem Gemüse und Früchte in Grossmengen gehandelt werden, ist wegen ihrer achteckigen, freitragenden Kuppel (60 m Spannbreite) bekannt. Bald jedoch wird sie einem neuen Verwendungszweck dienen.
Mit dem UBS-Ausbildungszentrum und dem weissen 'Meier-Bau' Architekt: Richard Meier, mit der Pauluskirche und der Antoniuskirche prägen Bauwerke bekannter Architekten die Ostgrenze des Quartiers (mehr zur Architektur gibts beim Architekturmuseum).

Überhaupt scheint die Religion eine wichtige Rolle im Quartier zu spielen: An der Leimenstrasse, mitten im Quartier, befindet sich die grössere der beiden Synagogen, die es in der Stadt Basel gibt, und unweit, an der Friedensgasse, die islamische König Faysal Stiftung.